Liebe Strompiraten⚡⚡⚡
Vor ein paar Tagen hatte ich die Quartalsbroschüre der Stadtwerke erhalten, worin darüber berichtet wurde, dass es wegen des revidierten Stromversorgungsgesetzes neuerdings sog. Lokale Elektrizitätsgemeinschaften gibt (weitere Infos unten).
Das ist der Knaller, denn dadurch ist es nun möglich, dass lokale Stromproduzenten mit lokalen Verbrauchern zusammenkommen, und so günstigere Strompreise ermöglichen. Die Stadtwerke übernehmen die Abrechnung.
Ich denke, dass dies ein Deal für jeden von uns ist. Bitte auch weitersagen, dass sich jeder anschliesst, der einen Computer bedienen kann. 😁
Beispielrechnung:
Da ich ein E-Auto fahre, macht dies pro Jahr nur für das Auto allein ca. 40-80 CHF Ersparnis aus (Annahme 20k km Strecke, 18 kWh / 100 km Verbrauch). Der Anteil fürs Wohnen kommt noch hinzu. Für grössere Haushalte mit E-Autos lohnt sich das also richtig.
Man muss sich nur über das Leghub anmelden und die Abrechnung erfolgt automatisch über die Stadtwerke.
Wie man sich anmeldet
- leghub.ch aufrufen (Deallink)
- “Leg finden” klicken
- In den Feldern die Daten angeben, damit eine passende LEG gefunden werden kann
- “Dieser Leg beitreten” klicken
- Informationen im Formular angeben
- Per Mail kommt dann der digitale Vertrag (wird per E-Unterschrift geschlossen)
[KI] Mehr Infos:
Leghub wurde in enger Zusammenarbeit mit führenden Schweizer Energieversorgern entwickelt und dient als schweizweit erste digitale Plattform für die Gründung und Verwaltung von LEGs.
Viele Stromversorger nutzen oder empfehlen leghub.ch als praktisches Tool. Du kannst dich dort also ruhig anmelden, wenn dein lokaler Versorger damit arbeitet – es ist weit verbreitet und anerkannt.
[KI-Info] Teilnehmende Stadtwerke:
- CKW
- Eniwa
- ewl energie wasser luzern
- Licht- und Wasserwerk Adelboden AG
- Energie Service Biel/Bienne
- InfraWerkeMünsingen
- EW Kallnach
- Stadtwerk Winterthur
- RELL AG
- Localnet AG
- Energie Thun AG
- Energie Freiamt AG
- EWS AG
- Evolon AG
- StWZ Energie AG
- Energieversorgung Büren AG
- SWL Energie AG
- Regio Energie Solothurn
- Gemeindewerke Rüti
- ewb Energie Wasser Bern
- Industrielle Betriebe Kloten AG
- eug Elektra Untergäu
- IWB Industrielle Werke Basel
- Energie Wettingen AG
- Stadtwerke Wetzikon
- NetZulg AG
- EnerCom Kirchberg AG
- Elektra Thal
- die werke versorgung wallisellen ag
- EWS Energie AG
- Energieversorgung Blumenstein AG
- Energie Oberhofen AG
- Elektrizitätsversorgung Oberdiessbach
- Technische Betriebe Weinfelden AG
- Energie Versorgung Riggisberg AG
- Elektrizitätswerk der politischen Gemeinde Tägerwilen
- Gemeindewerke Fällanden
- tba energie ag
- Elektrizitätsversorgung Muhen
- HEnergie Härkingen HEH
- Energie Belp AG
- IB-Murten
- IBC Energie Wasser Chur
[KI-Info] Kurzer Hintergrund zu lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) in der Schweiz seit 2026:
Mit dem revidierten Stromversorgungsgesetz (StromVG), das die Stimmbevölkerung am 9. Juni 2024 deutlich angenommen hat, sind ab dem 1. Januar 2026 sogenannte lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) schweizweit möglich.
Was sind LEGs?
- Zusammenschluss von Stromproduzenten (z. B. PV-Anlagen-Betreibern), Verbrauchern (Haushalte, Unternehmen) und ggf. Speicherbetreibern innerhalb derselben Gemeinde.
- Der lokal erzeugte Strom (vor allem Solarstrom) kann über das öffentliche Verteilnetz direkt innerhalb der Gemeinschaft gehandelt und verbraucht werden – auch über grössere Distanzen innerhalb der Gemeinde (nicht nur physisch benachbart wie beim klassischen ZEV).
- Voraussetzungen: Alle Teilnehmenden müssen im gleichen Netzgebiet, auf der gleichen Netzebene und in derselben Gemeinde sein. Es gibt Mindestanforderungen an den Eigenverbrauchsanteil (z. B. mind. 5 % des Verbrauchs durch eigene Produktion in manchen Modellen).
Ziel und Vorteile
- Bessere Nutzung dezentraler Erzeugung (mehr PV-Ausbau auf Dächern).
- Günstigere Preise für lokalen Grünstrom (durch reduzierte Netznutzungsgebühren, z. B. Abschläge von 20–40 %).
- Mehr Unabhängigkeit vom grossen Strommarkt und Beitrag zur Energiewende.
- Ergänzung zu bestehenden Modellen wie ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) und vZEV (virtueller ZEV).
Die LEGs schaffen einen lokalen Marktplatz für Strom innerhalb der Gemeinde und sind ein wichtiger Schritt hin zu mehr dezentraler, bürgernaher Energieversorgung. Viele Energieversorger (z. B. EKZ, ewz, BKW) bieten bereits Unterstützung oder erste Produkte an.
[Disclaimer: das Beitragsbild ist auch von einer KI erstellt worden 😁]




Schade, keine Möglichkeit hier wo ich wohne...
Wenn man sich die Strommärkte im Ausland anschaut… selten so einen administrativen Schwachsinn gesehen wie eine lokale Elektrizitätsgemeinschaft.
Hoffentlich wird irgendwann der Strommarkt liberalisiert
So etwas wie Tibber wäre hier der Knaller. Geld bekommen fürs E-Auto laden :D Na ja, träumen darf man ja.
Stimmt schon.
AEW natürlich auch nicht dabei 😔
Sauladen BKW macht nicht mit war ja klar
https://www.bkw.ch/de/strom-in-der-grundversorgung/eigenen-strom-teilen-und-verkaufen/strom-mit-nachbarn-teilen/lokale-elektrizitaetsgemeinschaft/leg-gruenden
Ist der Strom, welchen ich über die LEG beziehe immer günstiger als vom lokalen Stromanbieter?
Ekz leider au nöd sowie ibk
An einen LEG würde ich keine allzu hohen Erwartungen knüpfen. Dabei stellen sich mir einige grundlegende Fragen:
Bedarfsgerechte Produktion: Wird Strom genau dann erzeugt, wenn er gebraucht wird? Insbesondere die Wärmepumpe läuft hauptsächlich in der Jahreszeit, in der PV-Anlagen die geringste Sonneneinstrahlung erhalten.
Einspeisung bei Lastspitzen: Speisen die Produzenten im LEG tatsächlich ein, wenn die grossen Verbraucher – wie Wärmepumpe oder Boiler – laufen?
Batteriespeicher: Verfügen die Produzenten über einen Batteriespeicher? Falls ja, könnte sich die Einspeisung insbesondere in den Morgenstunden verzögern.
Anzahl Konsumenten: Wie viele Konsumenten sind am LEG beteiligt? Je mehr Teilnehmer, desto geringer fällt der individuelle Nutzen aus.
Reine LEGs mit PV-Produzenten bedeuten aus meiner Sicht einen erheblichen administrativen Aufwand bei vergleichsweise bescheidenen Einsparungen. LEGs mit Wasserkraftproduzenten hingegen wären ein ganz anderes Szenario – dort wäre das Potenzial deutlich interessanter.
Meine Argumentation bezieht sich auf ein klassisches EFH mit Heizung, Warmwasser, Waschmaschine/Tumbler, Geschirrspüler und Haushaltselektronik.
Bei EFH hast du vieles selber im Griff und kannst dir deine eigene PV ev. mit Speicher einbauen... Den Überschuss kannst du dann ins LEG geben um noch etwas mehr zu erwirtschaften. Als Konsument bei LEG sind wohl eher Mieter angedacht, die selber kein PV installieren können.
Aber eben automatisch lohnt isch das nicht. Die Firmen verwalten dir den LEG nicht kostenlos.
Als Mieter einer modernen Wohnung sind der Kochherd, Geschirrspüler und die Waschmaschie/Tumbler (sofern keine Gemeinschaftswaschküche) die relevanten Verbraucher.
Wird unter Tag nicht gekocht und gewaschen, dann lohnt es sich nicht.
Ja, das ist eine gute differenzierte Betrachtung. Ich denke, wenn man ein E-Auto hat und dieses tagsüber lädt (Home-Office-Arbeitnehmer), lohnt es sich aber definitiv. Aber mal sehen, was andere noch schreiben. Vllt. gibt es unterschiedliche Konditionen. Bei Stadtwerk Winterthur gibt es, je nach Wohnort, unterschiedliche Rabattstufen. Für mich in der höchsten Rabattstufe lohnt es sich sehr. Ausserdem hat man dort 2 Tarifstufen, Hoch- und Niedertarif. Mit LEG ist es sogar tagsüber günstiger als der Niedertarif.
Klingt kompliziert. EKZ nicht dabei... Lieber ein Balkonsolar kraftwerk installieren...
Toller Deal, vielen Dank für die Info!
Echt geil, EKZ natürlich nicht dabei, diese Hoschis...
Ich habe gerade ein wenig recherchiert. Die EKZ sollte LEG's auch unterstützen: https://www.ekz.ch/de/angebote/strom/produzenten-und-gemeinschaften/leg.html
LEGs werden unterstützt, korrekt, aber die legen einem Steine in den Weg...
Ja leider. Jetzt wo ich mir die Voraussetzungen und Details genauer angeschaut habe, ist das Ganze doch noch sehr kompliziert und aufwändig. Es fehlen die Anreize... schade eigentlich
Ich denke, dass im Leghub nur tatsächlich bereits gegründete LEG drin sind. Theoretisch muss jedes Stadtwerk der Schweiz nur die Möglichkeit dazu bieten, aber keine selbst gründen. In Winterthur habe ich Glück, denn das Stadtwerk an sich hat eine LEG gegründet, der ich mich anschliessen konnte.